MAULCO.


Online-Marketing für Coaches und Trainer Teil 2: Der Produkt-Trichter

by Mathias Maul.

CC-BY-ND Jo Poon

Dies ist der begleitende Blog-Post zum zweiten Teil der Rubrik „Online-Marketing für Coaches und Trainer“ in der Zeitschrift Kommunikation & Seminar. Bevor Sie hier weiterlesen, lesen Sie bitte den Artikel.

Ihr Trichter-Automat

Der Weg von der Praline zum Premium-Produkt funktioniert am besten dann, wenn Sie den „Trichter“ teils oder voll automatisieren. Spätestens ab dem Hundertsten Abonnenten wird der Verwaltungsaufwand größer als der Nutzen; von 1.000 oder 10.000 Abonnenten gar nicht zu reden. Deshalb automatisieren Sie zumindest den obersten Teil des Trichters:

  1. Fügen Sie auf Ihrer Website ein Formular ein, mit dem Sie die E-Mail-Adresse und den Namen des Interessenten abfragen und ihn darauf hinweisen, dass er nach Eingabe seiner Daten Ihre Praline erhält und – wichtig! – weitere E-Mails erhalten wird.
  2. Die Daten des Formulars werden an einen Autoresponder-Dienst weitergeleitet, der die automatische regelmäßige Aussendung Ihrer Mails vornimmt. Im deutschsprachigen Raum geht die Auswahl an guten Autorespondern gegen Null, deshalb empfehle ich sehr gern den MailChimp Autoresponder, der nebenbei auch hervorragend für den Versand von Newslettern genutzt werden kann.
  3. Schreiben Sie im Vorfeld alle E-Mails, die über den Autoresponder verteilt werden sollen, am besten einige Monate im Voraus. So können Sie sich, sobald die Kampagne läuft, zurücklehnen und beobachten, wie die Kunden den Weg durch den Trichter nehmen, und es ist egal, ob es 10, 100 oder 100.000 sind, denn die Hauptarbeit läuft automatisch im Hintergrund.

Pralinen: Eine kleine Auswahl

Ein paar Beispiel für „Pralinen,“ die Sie als Coach, Therapeut, Trainer Ihren Besuchern anbieten können:

  • Der Klassiker schlechthin ist ein E-Book zu Ihrem Kernthema, das Sie auf Anfrage per Formular automatisch als E-Mail versenden. Wenn Ihr Thema speziell genug ist, finden sich sicher Interessenten. Bedenken Sie dabei jedoch, dass viele Leute unter einer wahren E-Book- und Newsletter-Flut leiden.
  • Effektiver ist ein E-Book zu einer bestimmten Fragestellung innerhalb Ihres Kernthemas. Wenn Sie beispielsweise Burn-Out-Coaching anbieten, schreiben Sie kein E-Book zum Thema Burn-Out, sondern zu Burn-Out bei jungen Vätern, die nach der Elternzeit wieder in den Job einsteigen. Machen Sie die Nische so eng als irgend möglich, um sich von der Masse abzuheben.
  • Wiederum effektiver als ein E-Book über ein Thema ist ein E-Book mit konkreten, sofort umsetzbaren Handlungen. Besser als das eben erwähnte E-Book für „Burn-Out-Väter“ ist also ein E-Book mit Fünf Schritten, die diese Väter schon heute tun können, um dem Burn-Out zu entfliehen.
  • … und noch viel effektiver ist ein Kurs in mehreren Lektionen, die per E-Mail versendet werden. Sie schreiben die E-Mails für den Kurs nur einmal, und der Autoresponder übernimmt den Versand der Lektionen automatisch im Hintergrund. Denken Sie daran, den Kurs mit interaktiven Elementen aufzupäppeln, z. B. zwischengeschalteten Fragebögen, die Sie auswerten (bzw. automatisiert auswerten lassen) und die Ergebnisse mit Ihren Kunden besprechen.

Die Möglichkeiten sind schier unendlich, und nur ein sehr kleiner Anteil der Coaches nutzt bereits diese – ansonsten einfachen – Möglichkeiten. Wollen Sie mehr konkrete Ideen? Dann schreiben Sie mir eine E-Mail, und ich nenne Ihnen binnen 24 Stunden unverbindlich mindestens drei Themen für “Pralinen,” die zu Ihren Angeboten passen.

Ein Produkt in einem Tag

Wie einfach es sein kann – entsprechendes Expertenwissen vorausgesetzt – ein Produkt zu generieren, lesen Sie im Artikel Ein Produkt an einem Tag, in dem wir Schritt für Schritt beschreiben, wie wir an einem Tag eine Hypnose-CD für Golfer produziert haben.