MAULCO.


Online-Marketing für Coaches und Trainer Teil 3: Alle Kanäle nutzen

by Mathias Maul.

CC-BY-ND Jo Poon

Dies ist der Begleitartikel zu Teil 3 meiner Rubrik „Online-Marketing für Coaches und Trainer“ in der Zeitschrift Kommunikation & Seminar des Junfermann Verlags. Sie können den Artikel hier kostenlos herunterladen oder eine kostenlose Probeausgabe der Zeitschrift bestellen.

Wie im Artikel angekündigt finden Sie hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie nach einem festen Schema Videos produzieren, dass Sie mit geringem Aufwand großen Nutzen erzielen. Dieses ist nur eines von vielen möglichen Schemata, das sich vor allem für Einsteiger sehr bewährt hat. Die Möglichkeiten sind, wie so oft, nahezu unendlich.

Die Ausstattung

Die Grundregel von MAULCO. gilt auch hier: Halten Sie es einfach! Sie brauchen weder professionelles Kameraequipment noch ein teures eigenes Studio, um eine effektive Videomarketingkampagne zu gestalten.

  • Eine einfache Videokamera, eine Flip HD oder ein iPhone genügen vollkommen, um hochwertige Promotion-Videos zu produzieren. Lassen Sie sich nicht aufschwatzen, dass „professionell“ produzierte Videos immer besser verkaufen! Ihre Investition für das Kameraequipment: Ab ca. €100.
  • Wenn Sie Wert auf eine sehr gute Tonqualität legen, kaufen Sie zusätzlich ein gutes Mikrofon, z. B. das THX®-zertifizierte BlueMic Yeti, um parallel zur Videoaufnahme die Tonspur aufzunehmen. Das Yeti kostet ca. €120.
  • Sie benötigen kein Studio, um sehr gute Videos zu erstellen: Gehen Sie, am bestem bei bedecktem Himmel, ins Freie. Falls Sie im Büro oder zu Hause aufnehmen wollen, suchen Sie im Web nach Budget-Lösungen für Heimstudios. Ihre Investition in ein funktionierendes „Studio“ beträgt ca. 100 bis 200 Euro.
  • Einfach zu bedienende Video-Schnitt-Software gibt es zuhauf; teils sogar kostenlos. Einen guten Überblick bietet Wikipedia.

Die Inhalte

Wie oben erwähnt ist dies nur eines von vielen möglichen Schemata. Wenn Sie im Videomarketing noch unerfahren sind, ist dieser Ablauf eine sehr gute Möglichkeit zum Einstieg:

  1. Legen Sie fest, welches Produkt Sie mit Ihrer Videoserie bewerben wollen. Bleiben Sie bei genau einem Produkt! Beispiel: Coaching für Hochbegabte.
  2. Notieren Sie sich eine Handvoll Fragen, die Ihnen in Bezug zu diesem Produkt häufig gestellt werden. Beispiele: Wann gilt ein Coachee als „Hochbegabt“? Was kostet eine Session Hochbegabtencoaching? Was bewirkt Coaching für Hochbegabte?
  3. Notieren Sie eine weitere Handvoll Fragen, die Ihnen neue Kunden stellen sollten. Beispiele: Wie kann ich Coaching für Hochbegabte steuerlich absetzen? Wie hilft mir Coaching für Hochbegabte im Beruf weiter? Sind auch Hochbegabte von Burn-Out bedroht?

(Ihnen wird auffallen, dass der Produktname, hier „Coaching für Hochbegabte,“ in den Fragen wiederholt wird. Das ist Absicht; machen Sie es genau so!)

Wenn Sie alle Fragen definiert haben, suchen Sie sich einen Kollegen, der sich etwa eine Armlänge neben die Kamera setzt, so dass er nicht im Bild zu sehen ist. (Tip: Wenn die Kamera eine rote, vielleicht sogar blinkende, Aufnahme-LED hat, kleben Sie sie ab, damit Sie auf keinen Fall versucht sind, direkt in die Kamera zu schauen!)

Dann stellt Ihnen Ihr Kollege die notierten Fragen nacheinander, und Sie antworten, während die Kamera läuft. Wenn Sie sich beim ersten „Take“ unsicher fühlen, machen Sie einen zweiten oder dritten oder vierten, und lassen die Kamera (und ggf. das externe Mikrofon) einfach die ganze Zeit mitlaufen.

Nach erfolgter Aufnahme löschen Sie mit der Videosoftware die Fragen des Kollegen, so dass nur Ihre Antworten übrig bleiben. Erzeugen Sie dann für jede Frage eine Text-Tafel, die die Frage enthält, so dass der Zuschauer zunächst die Frage als Text sieht und danach Ihre Antwort. Die Frage bildet auch den Titel, unter dem Sie das Video hochladen, damit Google zufrieden ist. (Auf weitere suchmaschinenrelevante Feinheiten gehe ich hier nicht weiter ein, um den Rahmen nicht zu sprengen. Schreiben Sie mir eine E-Mail an hallo@maulco.de, wenn Sie Fragen haben!)

… et voilá. Nach nur einem Tag Aufwand haben Sie nun ein Repertoire von 10 bis 20 Videos, die Sie nach Herzenslust verteilen können, zum Beispiel …

Die Verteilung

… auf Ihrer Website, in Ihrem Facebook-Profil oder über einige der bekannten oder weniger bekannten Videoportale. Wenn Sie es sich leicht machen wollen, benutzen Sie für den ersten „Schwung“ der Videoverteilung einen Dienst wie TubeMogul, der Ihre Videos vollautomatisch auf eine Vielzahl von Videoportalen verteilt. (Denken Sie dran, die Beschreibungstexte zu den Videos so zu schreiben, dass die Zuschauer auch tatsächlich auf Ihre Website gelenkt werden!)

Wenn Sie diesen ersten Schritt gemeistert haben, sind die weiteren Möglichkeiten nahezu unendlich. Ein Video-Podcast zu Ihrem Produkt, der bei iTunes und Dutzenden anderer Diensten gehostet wird; Interviewserien, die auf Ihrer Website erscheinen … solange Sie in Ihren Produktionen Inhalte präsentieren, die für Ihre Zuschauer relevant sind und sie bei ihren Problemen einen echten Schritt weiterbringen, können Sie nur gewinnen.