MAULCO.


Facebook-Fans: Billig zu kaufen, teuer zu haben.

by Mathias Maul.

© Mathias Maul

Regelmäßig schauen mich meine Kunden mit großen Reh-Augen* an, wenn ich ihnen erzähle, wie wichtig es ist, eine Fan-Gemeinde aufzubauen. „Aber das dauert doch so lange!“ sagen sie dann, und: „geht das nicht schneller?“ Ja, es geht schneller. Viel schneller.

In den letzten Jahren schossen viele Anbieter aus dem Boden, die als Broker Facebook-User auf Ihre Fan-Seite lenken. Die User klicken einmal auf den Like-Button, bekommen ein paar (zehntel?) Cent, und, ta-daa, Sie haben einen „Fan“ mehr. Der Preis für neue Fans liegt je nach Anbieter bei etwa 40 Cent, und am einfachsten kauft man direkt ein Paket zu Tausend Fans, damit es sich auch lohnt … oder wieso nicht gleich Zehntausend, oder mehr? 50.000 neue Facebook-Fans in ein paar Tagen! Großartig, oder?

Nnnnn…ein. Nicht. So. Wirklich. Genau wie gekaufte Freunde sind gekaufte Facebook-„Fans“ (oder gekaufte Youtube-Views, oder Google +1-Klicks) natürlich nicht das Wahre. Karteileichen als Fans haben kommt einer Geburtstagsfeier mit Pappkameraden gleich. Eigentlich ist es aber einfach: Jeder bekommt genau die Fans, die er verdient. Und es ist einfach, sie sich zu verdienen. Matthew Inman – aka The Oatmeal – hat das Erfolgsrezept perfekt zusammengefasst: How to get more likes on Facebook.

* Falls Reh-Experten mitlesen: Das neugierige Reh im obigen Foto ist natürlich kein Reh, sondern ein Hirsch; ich hatte kein Reh-Augen-Foto im Repertoire.