Vor einigen Tagen sagte Gary Vaynerchuk in einem vielbeachteten Interview bei TechCrunch “99.5 Percent Of Social Media Experts Are Clowns” und löste damit einen kleinen Sturm im Wasserglas aus. Dabei sagte er nur das, was alle bereits wissen – und was für alle Branchen gleichermaßen gilt. In jeder Branche gibt es Experten, und es gibt Experten.
Die pragmatische Definition von Experte ist: Aus Sicht des Kunden ist derjenige ein Experte, der ein Problem löst, das der Kunde ohne ihn nicht hätte lösen können. Ich zum Beispiel habe große Schwierigkeiten, Fahrradschläuche auszutauschen. Ich habe es nie wirklich gelernt, habe vermutlich nicht die besten Werkzeuge … und auch keine große Lust auf diese Arbeit. Wenn jemand den Schlauch meines Fahrrad-Reifens wechseln kann, ist er für mich ein Experte, und nur darauf kommt es an.
Demnach könnten auch die 99,5 Prozent der Social-Media-Experten, die laut Gary Vaynerchuk keine (wirklichen) Experten sind, immer noch aus Sicht des Kunden Experten sein, denn das Expertentum ist von zwei Variablen abhängig: Vom Wissen des Experten einerseits, und vom Wissen des Kunden andererseits.
Es gibt jedoch eine weitere Variable, die oft vergessen wird. Der für mich entscheidende Unterschied zwischen den 99.5% “Clowns” und den 0.5% “Experten” ist, dass die 0.5 Prozent sich dadurch auszeichnen, ihr Expertentum einfach und greifbar erklären zu können und sich nicht mit Worthülsen über Wasser halten. Wenn ich für Kunden von MAULCO. auf Expertensuche gehe, achte ich vor allem darauf, wie einfach mir ein anderer sein Themengebiet erklären kann. Je einfacher und sortierter mir ein Experte erklärt, was genau seine Spezialitäten sind, und je mehr ich nach seiner Erklärung wirklich verstehe, umso eher glaube ich ihm, dass er ein wahrer Experte ist.
Doch zurück zur Eingangsfrage—Was genau ist eigentlich Social Marketing? Eine Folie aus einem meiner Vorträge beinhaltet meine Definition:
Social Marketing in einem Satz: Stärken Sie mit Ihrem Produkt genau das, was die Personen in Ihrem Netzwerk eint, so dass jede Person und das Netzwerk als Ganzes davon profitiert.
Dies ist meine Essenz von Social (Media) Marketing. Ob das genügt, um zu den 0.5 Prozent der Nicht-Clowns zu gehören? Das kann ich nicht beurteilen; diese Einschätzung liegt in der Hand meiner Kunden.
Wie ist Ihre Definition? Schreiben Sie mir!
ps. Den nächsten Vortrag zum Thema halte ich übrigens am 18. Juni beim NLP-Kongress Hamburg. Kommen Sie gern vorbei!
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Wat hamsen so jemacht in letzter Zeit? fragte mich vor einigen Wochen ein Neukunde, und ich musste ihm gestehen: Noch seien keine Projektbeispiele online, aber das würde sich ändern, ganz bald.
Der sechste und letzte Teil meiner Rubrik zum Online-Marketing in der Fachzeitschrift 
